„Wallers letzter Gang“ 22.7.2017

22. Juli 2017
23:40

„Wallers letzter Gang“ am Samstag, 22.7.2017, 23:40 Uhr im Bayerischen Fernsehen

Spielfilm
Produziert: Deutschland, 1988

Der alte Streckengeher Waller macht sich zum letzten Mal auf den Weg, um seine Bahnstrecke im Allgäu abzulaufen. Diese wurde stillgelegt und damit ist er in den Ruhestand entlassen.

Wallers letzter Gang wird zur Reise in die eigene Vergangenheit und zur Rückbesinnung auf die wichtigsten Stationen seines Lebens: seine Kindheit in den Zwanzigerjahren, der von der Front nie zurückgeehrte beste Freund, seine große Liebe, die im Kindbett verstarb, und der Rechtsstreit um die uneheliche Tochter.

In einem idyllischen Seitental im Allgäu soll eine Bahnstrecke stillgelegt werden. Der alte Streckengeher Waller, dessen Lebensgeschichte eng mit der Geschichte dieser Eisenbahnstrecke verbunden ist, wird in Rente geschickt. Ein letztes Mal bricht der wortkarge und verschlossene Waller, der seine Pensionierung nicht wahrhaben will, zu einem Kontrollgang auf. Wallers letzter Gang wird zur Reise in die eigene Vergangenheit.

Während er Schritt für Schritt die Schienen abschreitet, besinnt er sich auf verschiedene Stationen seiner Lebensgeschichte: Die Kindheit in den Zwanzigerjahren, seine ersten beruflichen Erfahrungen, die Kriegsjahre und der schmerzliche Abschied von seinem besten Freund, der 1941 Soldat wurde und nicht zurückkam. Wallers große Liebe blieb nicht ohne Hindernisse. Nie wollte der Fabrikant Heindl einer Ehe zwischen seiner Tochter Angelika und dem einfachen Streckengeher zustimmen – und doch wurde ein Kind geboren.

Hintergrundinfo:

„Wallers letzter Gang“ entstand frei nach dem Roman „Die Strecke“ von Gerhard Köpf und ist das vielbeachtete Spielfilm-Debüt des damals 29-jährigen Allgäuer Regisseurs Christian Wagner. Bereits im Sommer 1981 hatte Wagner mit Recherchen an der Bahnlinie Kempten-lsny, die von der Stilllegung bedroht war, begonnen.

Die Vorbereitung und die Dreharbeiten Ende der Achtziger waren ein ständiger Kampf gegen das Verschwinden der Drehorte. An einem der letzten Drehtage wurde dann auch die neue Autobahn, die die Bahnlinie verdrängte, feierlich eingeweiht. In „Wallers letzter Gang“ verbindet sich diese Realität mit der fiktiven Geschichte des alten Streckengehers, die Wagner in sensible und eindringliche Bilder umsetzt. Humor und Melancholie, Ruhe und Bewegung gehen hier Hand in Hand.

„Wallers letzter Gang“ wurde 1988 bei den Hofer Filmtagen uraufgeführt und mehrfach ausgezeichnet. Neben dem Bundesfilmpreis 1989 erhielt Wagner, der nicht nur inszenierte und am Drehbuch mitschrieb, sondern auch sein eigener Produzent war, den Produzenten-Nachwuchspreis des Bayerischen Filmpreises 1989, und sein Kameramann Thomas Mauch erhielt das „Filmband in Gold“ für seine außergewöhnlichen Bilder.

Die Region Allgäu feiert im Jahr 2017 ihr 1200-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass zeigt das BR Fernsehen „Wallers letzter Gang“.

Besetzung:

Waller Rolf Illig
Karg Volker Prechtel
Schönfärber Tilo Prückner
Waller (jung) Herbert Knaup
Rosina Sybille Canonica
Strumpf Franz Böhm
Angelika Heindl Crescentia Dünsser
Kuiskle Robert Naegele
Waller als Kind Klaus Herrmann

Regie:
Christian Wagner

„Wallers letzter Gang“ am Samstag, 22.7.2017, 23:40 Uhr im Bayerischen Fernsehen

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