„Insel der Pinguine – Südgeorgien“ 6.9.2015

6. September 2015
16:35

„Insel der Pinguine – Südgeorgien“ am Sonntag, 6.9.2015, um 16:35 Uhr im Ersten

Wie ein Fels in der Brandung ragt mitten im Südpolarmeer ein Gebirge aus dem Wasser: Südgeorgien. Die gefürchteten Stürme der Antarktischen See prallen hier auf 3000 Meter hohe Bergrücken.

Eisberge treiben vor der Küste, undurchdringliche Nebelbänke bilden sich innerhalb von Minuten und mehr als die Hälfte der Insel liegt unter Eis. Unwirtlich und lebensfeindlich so scheint es – doch genau das Gegenteil ist der Fall: An der Küste der Insel findet man im Sommer die höchste Tierdichte der Welt.

Südgeorgien ist die Kinderstube der Antarktis. Hunderttausende Königspinguine und Seeelefanten, sowie über drei Millionen Seebären und ihre Jungen drängen sich an den Stränden, bevölkern verlassene Walfangstationen und Schiffswracks. Mehr als die Hälfte aller Wanderalbatrosse der Erde kommen jedes Jahr zum Brüten hierher. Der Grund: Die Gewässer der Inselgruppe sind artenreicher als die berühmten marinen Ökosysteme um das Galapagos Archipel.

Seeelefanten bevölkern inzwischen die langen Strände Südgeorgiens. Die Bullen haben sich Liegeplätze für ihren Harem erkämpft und überall werden kleine Seeelefanten geboren. Und auch die anderen Sommergäste trudeln auf der Insel ein: hunderttausende Seebären genauso wie die kleinen, tapsig anmutenden Eselpinguine und Maccaroni Pinguine mit gelben Strähnen.

Auf einem sonnigen Hang am Meer, umringt von Gletschern und bis zu 3000 Meter hohen Bergen, finden die Königspinguine einen Brutplatz. Die Kolonie umfasst fast eine halbe Million Tiere. Jeden Tag spielen sich hier hunderte Dramen und Komödien ab. Für ein frisch geschlüpftes Küken gibt es zwischen den Fütterungen immer viel zu sehen.

Den ganzen langen Winter erwarten die Küken der Königspinguine in kleinen Gruppen die Rückkehr ihrer Eltern. Erwachsene Königspinguine verbringen die dunkle Jahreszeit auf hoher See. Fast bis an die Afrikanische Küste wandern sie auf der Suche nach Nahrung. Mit vollen Bäuchen kehren sie nun nach Südgeorgien zurück und werden schon sehnsüchtig von ihren hungrigen Küken erwartet.

Wenn im Herbst die ersten Stürme aufziehen, verlassen die meisten Tieren die Insel im Südpolarmeer. Auch für das Königspinguinpaar wird es Zeit aufzubrechen. Ihr Küken hat jetzt ein dichtes braunes Daunenkleid und eine dicke Fettschicht, denn sie haben es bis zur Erschöpfung gefüttert. Jetzt ist es bereit für den langen Winter in seiner Heimat. Dicht gedrängt mit seinen Altersgenossen wird es die Rückkehr seiner Eltern im nächsten Frühjahr abwarten. Erst im darauffolgenden Herbst wird es dann selbst ins Meer hinaus schwimmen. Und wie alle Tiere, die hier geboren wurden, eines Tages zurückkehren und an den Stränden der Insel selbst seine Jungen großziehen.

Das wilde Wetter, die einsame Lage und schwere Zugänglichkeit der antarktischen Insel bedeuten filmen am Limit für die Hightechkameras und das Team der Tierfilmer Roland Gockel und Rosie Koch. In einem Zeitraum von über fünf Jahren aber, mit viel Geduld und Feingefühl, gewähren nicht nur die Königspinguine der Kamera ganz unbekannte und berührende Einblicke in ihr Leben auf South Georgia Island, einem der größten Versammlungsplätze der Tierwelt.

„Insel der Pinguine – Südgeorgien“ am Sonntag, 6.9.2015, um 16:35 Uhr im Ersten

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