Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche

21.1.2022 Niederösterreich. Eine 39-Jährige aus dem Bezirk Bruck an der Leitha wurde am 18. Jänner 2022 von zwei angeblichen Polizisten telefonisch kontaktiert und um einen niedrigen vierstelligen Euro-Betrag betrogen.

Dabei wurde mit ihr auf Englisch gesprochen unter dem Vorwand, dass es sich um einen Fall der organisierten Kriminalität handle und hier das FBI und Interpol bereits in die Ermittlungen involviert seien.

Weiters wurde ihr glaubhaft vermittelt, dass ihre Fingerabdrücke und DNA-Spuren in einem Fahrzeug aufgefunden wurden, in dem eine verstorbene Person als auch Suchtgift gelegen sei.

Darüber hinaus hätten Ermittlungen ergeben, dass mehrere Konten auf den Namen des Opfers eröffnet wurden und sie nun auch eine neue Identität erhalten werde. Deshalb solle sie mittels einer Geldtransfer-App, Geld auf ein ihr mitgeteiltes Konto per Kreditkarte transferieren.

Das Opfer wurde abwechselnd von einer Telefonnummer mit Wiener Vorwahl und einer Telefonnummer aus der USA angerufen.

Die vermeintlichen Betrüger setzten das Opfer während des Gesprächs scheinbar ständig unter Druck, indem sie mehrfach angaben, dass ihr Leben ernsthaft in Gefahr sei und im Falle eines nicht Mitwirkens in Haft genommen werde. Deshalb habe das Opfer eine Kreditkartenüberweisung auf ein thailändisches Konto durchgeführt.

In letzter Zeit ist es bereits zu Fällen mit einer ähnlichen Vorgangsweise im gesamten Bundesland gekommen. Aufgrund von vermehrten Anzeigen aus den Bezirken Melk, Amstetten, Wiener Neustadt und Bruck an der Leitha wird vor Betrugsmaschen dieser Art gewarnt.

Wie kann man sich schützen?

Sofort auflegen

Um sich vor Betrügern am Telefon zu schützen, soll man sich gar nicht erst auf ein Gespräch einlassen, sondern sofort auflegen. Die Anrufer sind gut geschult und darauf trainiert am Telefon eine Vertrauensbasis aufzubauen. Sie wissen genau, wie sie jemanden ködern.

Von der Telefonnummer am Display nicht täuschen lassen
Um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen, manipulieren die Betrüger gezielt die eigene Rufnummer, die am Telefondisplay des Opfers aufscheint.

Die Täter senden durch Telefonnummer-Spoofing die Nummer +430133 mit, sodass die Nummer bei den Angerufenen am Display erscheint. Das soll untermauern, dass der Anruf tatsächlich von der Polizei kommt.

Die Polizei ruft jedoch nie von der Polizeinotrufnummer 133 an!

Lassen Sie sich von dem Anrufer den Namen und die Dienststelle geben. Rufen Sie auf dieser Dienststelle an und verlangen den zuständigen Beamten. Dabei sollten Sie nicht die vom Anrufer bekannt gegebene Rufnummer verwenden, sondern sich die Telefonnummer aus dem Telefonbuch bzw. Internet suchen bzw. die Telefonnummer 059133 wählen und sich zu der Dienststelle verbinden lassen.

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