Impfungen in Heimen sind so gut wie abgeschlossen

20.2.2021 Memmingen. Mehr als 7.000 Menschen haben sich im Unterallgäu und Memmingen inzwischen gegen Covid-19 impfen lassen.

Mehr als die Hälfte, nämlich über 4000 Personen, haben bereits die zweite Injektion erhalten. Damit wurden seit dem Start der Impfungen Ende Dezember über 11.000 Dosen verabreicht.

Weitgehend abgeschlossen sind inzwischen die Impfungen in den Heimen. In den Impfzentren ist der Impfstoff dagegen nach wie vor knapp, laut Gesundheitsministerium soll sich das aber ab April ändern. Das teilen das Landratsamt Unterallgäu und die Stadt Memmingen mit und geben einen Überblick über den aktuellen Stand der Impfungen.

• Senioren- und Pflegeheime: So gut wie beendet sind den Behörden zufolge die Impfungen in den Senioren- und Pflegeheimen über mobile Teams. Mit diesen war im Dezember begonnen worden.

Während in Memmingen bereits in allen Heimen zweimal geimpft wurde, werden im Unterallgäu kommende Woche noch die restlichen Zweitimpfungen durchgeführt.

In den Heimen hätten sich etwa 80 Prozent der Bewohner impfen lassen.

„Wir konnten den gefährdetsten Personen am schnellsten ein Impfangebot machen“, freut sich Landrat Alex Eder.

„Die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtungen gehören zu den schutzbedürftigsten Personen, und ich bin sehr froh, dass wir ihnen allen bereits eine Impfung anbieten konnten“, erklärt auch Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder.

• Impfzentren: In den Impfzentren in Memmingen und Bad Wörishofen wird seit einem Monat geimpft. Auch wenn der Impfstoff nach wie vor knapp sei, habe man kontinuierlich impfen können, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Zentren könnten aber noch nicht mit voller Auslastung arbeiten. Aktuell finden pro Tag und Impfzentrum bis zu 180 Impfungen statt. Ausgelegt ist jedes der beiden Impfzentren auf 600 Impfungen pro Tag. Insgesamt könnten in Memmingen und dem Unterallgäu also täglich 1200 Menschen versorgt werden.

„Die Infrastruktur steht und die Logistik funktioniert trotz zum Teil schwieriger Bedingungen“, sagt Landrat Alex Eder. „Wir mussten dank der genauen Planung und der Flexibilität in den Impfzentren noch nie Impfstoff wegwerfen.“

Oberbürgermeister Manfred Schilder betont: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Impfzentren leisten eine tolle Arbeit. Ich bekomme dazu auch viele positive Rückmeldungen von bereits Geimpften. Wir würden gerne schneller mehr Personen impfen, aber das geht erst, wenn wir mehr Impfstoff erhalten.“

Die gelieferten Impfstoffmengen würden allerdings stetig zunehmen, heißt es in der Pressemitteilung.

Landratsamt und Stadt rechnen damit, dass in drei bis vier Wochen alle an die Reihe kommen, die sich registriert haben und laut Impfverordnung mit höchster Priorität geimpft werden wie zum Beispiel über 80-Jährige. Deutlich anziehen soll das Impftempo laut Gesundheitsministerium dann Anfang April.

Das Ministerium erwartet fürs zweite Quartal ein Vielfaches an Impfstoff und hat deshalb alle Landkreise und kreisfreien Städte dazu aufgefordert, die Kapazitäten auszubauen. Landratsamt und Stadt schaffen aktuell die Voraussetzungen dafür, dass im Impfzentrum Memmingen dann bis zu 800, im Impfzentrum Bad Wörishofen bis zu 900 Menschen täglich geimpft werden können.

• Impfstoff: Aktuell stehen die drei Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca in den Impfzentren zur Verfügung. Wie es in der Mitteilung heißt, ist es aber nicht möglich, sich einen Impfstoff auszusuchen.

• Impfbus: Eine Verbesserung für Senioren und alle, die nur schwer in eines der Impfzentren kommen, soll künftig ein Impfbus sein, der in die Gemeinden und Memminger Ortsteile fährt. Dieser soll im März den Betrieb aufnehmen.

Aktuell klären die Behörden, wo dieser halten kann und wo eine dafür geeignete Infrastruktur wie Warteräume oder Sanitäranlagen vorhanden ist. Mit dem Impfbus könnten – quasi als kleines mobiles Impfzentrum – täglich bis zu 200 Dosen extra geimpft werden.

• Impfregistrierung: Wer sich impfen lassen möchte, kann sich im Internet unter impfzentren.bayern dafür registrieren. Sobald genügend Impfstoff vorhanden und die jeweilige Person laut Impfverordnung an der Reihe ist, bekommt diese eine E-Mail oder SMS mit einer Einladung zur Terminbuchung.

Die Impfregistrierung übers Internet werde immer wieder angepasst, so die Behörden. So ist es seit kurzem zum Beispiel möglich, mit einer E-Mail-Adresse bis zu fünf Menschen für eine Impfung anzumelden.

Verbesserungen gibt es auch für alle, die sich telefonisch registrieren möchten. Um den vielen Anrufen gerecht zu werden, ist die Hotline für die beiden Impfzentren ab sofort auch am Samstag und Sonntag besetzt – und zwar von 9 bis 14 Uhr.

Grundsätzlich zeigt die Erfahrung bisher: Wer am Nachmittag anruft, kommt schneller durch als am Vormittag. Die Telefonnummer für die Registrierung in einem der beiden Impfzentren lautet (08247) 909910.

Abgesehen von den bereits Geimpften haben sich mittlerweile rund 25.000 Memminger und Unterallgäuer für eine Impfung vormerken lassen.

Das Memminger Impfzentrum ist für die Stadt und den westlichen Landkreis, das Bad Wörishofer Impfzentrum fürs restliche Unterallgäu zuständig.

Viele weitere Informationen sind im Internet unter www.unterallgaeu.de/corona zu finden sowie unter www.memmingen.de/corona zu finden.

Aktuell werden in den Impfkabinen der Impfzentren – hier ein Bild aus Bad Wörishofen – täglich bis zu 180 Menschen geimpft. 600 Impfungen wären bei ausreichend Impfstoff möglich. Foto: Sylvia Rustler/Landratsamt Unterallgäu
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