Freistaat und Landkreis fördern die Geburtshilfe in Lindau

28.12.2021 Lindau (Bodensee). Der Freistaat Bayern unterstützt mit einem Förderprogramm kleine Geburtshilfestationen im ländlichen Raum und unterstützt damit Kommunen, dieses Angebot wohnortnah zu erhalten.

Die Geburtshilfe in der Asklepios Klinik erfreut sich zwar großer Beliebtheit, trotzdem kann diese nicht ohne Defizite betrieben werden.

Mithilfe des Freistaats Bayern und mit Mitteln des Landkreises Lindau werden diese Defizite nun ausgeglichen, und zwar mit insgesamt 1,17 Millionen Euro.

1 Million Euro finanziert der Freistaat und 179.795 Euro und damit 15 Prozent der Fördersumme der Landkreis.

„Eine gute medizinische Versorgung vor Ort halte ich für absolut wichtig und darum freue ich mich sehr über diese Unterstützung des Freistaats“, so Landrat Elmar Stegmann.

In den letzten Jahren hat die Asklepios Klinik immer wieder in die Abteilung investiert. So wurden im vergangenen Jahr beispielsweise Brandschutzmaßnahmen durchgeführt und heuer im Sommer drei hochmoderne Kreißsäle eingeweiht.

Landrat Elmar Stegmann dankt auch dem Personal für das große Engagement: „Mit viel Hingabe sorgen Ärzte, Pfleger und Hebammen dafür, dass die geburtshilfliche Abteilung über die Grenzen des Landkreises hinaus einen so guten Ruf genießt.“

Die Förderung aus dem Programm Geburtshilfe erhalten Landkreise und kreisfreie Städte, die zumindest mit Teilen ihrer Fläche dem ländlichen Raum zuzuordnen sind.

Die Förderung umfasst bis zu 85 Prozent der Summe. Die Mittel sind zweckgebunden und dürfen nur eingesetzt werden, um das Defizit einer Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe auszugleichen (maximal jedoch eine Million Euro pro Jahr).

Voraussetzung ist, dass das jeweilige Krankenhaus mindestens die Hälfte der Geburten in der Kommune abgedeckt hat (50-Prozent-Kriterium).

In der Asklepios Klinik wurden im Jahr 2020 401 Geburten betreut und damit 55 Prozent der Geburten im Landkreis insgesamt.

Der Landkreis Lindau erhält diese Förderung durch den Freistaat nun schon zum dritten Mal: Im Jahr 2019 waren dies 56.000 Euro und 2020 bereits einmal der Förderhöchstbetrag von 1 Million Euro.

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