Ergebnisse, Ziele und bereits gestartete Projekte der Vorbereitenden Untersuchungen Altstadt bei Bürgerinformation in Memmingen präsentiert

11.11.2021 Memmingen. Bei der abschließenden Bürgerinformation zu den Vorbereitenden Untersuchungen (VU) Altstadt wurden den Memmingerinnen und Memmingern die Ergebnisse, die Sanierungsziele für die Zukunft der Altstadt sowie ein Einblick in bereits gestartete Projekte vorgestellt.

Im kleinen Saal der Stadthalle präsentierten Sylvia Haines von Haines-Leger Architekten Stadtplaner, Claudia Zimmermann von brenner BERNARD ingenieure und Uwe Weißfloch vom Stadtplanungsamt Memmingen den rund 50 Interessierten das erarbeitete Maßnahmenkonzept zur Entwicklung der Altstadt.

Sylvia Haines und Claudia Zimmer gaben einen Rückblick über die einzelnen Schritte der VU Altstadt. Zunächst startete das Projekt mit einer Bestandsanalyse und einer Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken.

Bei einer abschließenden Bürgerinformation zu den Vorbereitenden Untersuchungen (VU) Altstadt wurden den Memmingerinnen und Memmingern die Ergebnisse, die Sanierungsziele für die Zukunft der Altstadt sowie ein Einblick in bereits gestartete Projekte vorgestellt. (Foto: V. Weyrauch/ Pressestelle Stadt Memmingen)

Als nächster Schritt wurden in Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern Ziele, Handlungsfelder und das übergeordnete Entwicklungsleitbild für die Kommune definiert. Daraus resultierten dann die Strategien, Konzepte und Maßnahmen, die in einer öffentlichen Projektwerkstatt besprochen und erarbeitet und anschließend in den Rahmenplan überführt wurden.

Am Ende des Prozesses wurde das Maßnahmenkonzept unter Abwägung unterschiedlicher Belange, Prioritäten und eines Finanzierungsplans erstellt. Dieses beinhaltet die räumlichen Handlungsfelder West-Ost-Achse „Verkehrsberuhigung und Gestaltung“, Altstadt Süd-West „Sanierung und Wohnumfeldgestaltung“, Nord-Süd-Achse „Entwicklung und Stärkung“ und Stadtgraben und Stadtmauer und die thematischen Handlungsfelder Grün- und Freiflächen, Strategien und Konzepte, Gebäudesanierung, Mobilität und Verkehr und Gestaltung öffentlicher Raum.

Im Zeitraum der nächsten 15 Jahre sollen so verschiedene Maßnahmen und Projekte umgesetzt werden, wie beispielsweise die Sperrung des Weinmarkts für den Durchgangsverkehr bis 2025 oder die Überarbeitung des Park- und Fußgängerleitsystems. Erste Maßnahmen wie die Querungshilfe am Königsgraben wurden bereits realisiert.

Zur Durchführung städtebaulicher Sanierungsmaßnahmen, deren Fördermöglichkeiten für das Gebiet „Altstadt“ und die Rechte und Pflichten der Anwohnerinnen und Anwohner gab Uwe Weißfloch in seinem Vortrag einen Überblick. So werden durch das kommunale Förderprogramm sowohl Fassadensanierungen, Freiflächenerneuerungen als auch Abbrüche zur Entkernung und Verbesserung der Freiraumqualität mit bis zu 30 Prozent der anerkennungsfähigen Gesamtkosten gefördert.

Für Eigentümer bzw. Erbbauberechtigte ist es wichtig zu beachten, dass die Anträge bei der Stadtkämmerei als Bewilligungsstelle vor Beginn der Arbeiten eingereicht werden müssen. Auch die Erhaltungs- und Gestaltungssatzung, die am 18. Oktober 2021 vom Stadtrat beschlossen wurde, thematisierte der Leiter des Stadtplanungsamts.

Im Anschluss an die Vorträge gab es für die Anwesenden die Möglichkeit, Fragen, Wünsche und Anregungen einzubringen. Vor allem die Parkplatzsituation für Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Verkehrsflüsse in der Altstadt waren dabei die wichtigsten Themen. Oberbürgermeister Manfred Schilder verwies bei der Beantwortung der Fragen auch auf die Bürgerwerkstatt zum Verkehrs- und Mobilitätskonzept, die am Dienstag, 02. November 2021 stattfand.

Hierbei brachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Impulse und Anregungen für nachhaltige Mobilität ein, um die zukünftige Mobilität zu gestalten und nicht nur den Verkehr zu bewältigen. Für Memmingen als Modellregion „Zukunft der Mobilität“ wird bis Ende 2022 ein Integriertes Mobilitätskonzept für alle Verkehrsarten und Nutzergruppen erarbeitet, das unterschiedliche Mobilitätsformen wie Fuß- und Radverkehr, Elektromobilität oder Sharing-Systeme und unterschiedliche Verkehrsmittel auf Straßen und Schienen nicht als Einzelsysteme sieht, sondern in einem Gesamtkonzept umfasst.

Mit dem Auslaufen der aktuellen Konzessionsverträge Ende 2022 können im ÖPNV entscheidende Verbesserungen umgesetzt werden.

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