1.10.2020 – Tierwelpen auf der A96 sichergestellt

2.10.2020 Memmingerberg. Am Donnerstag, 1.10.2020, gegen 10:00 Uhr, hielt eine Streife der Autobahnpolizeistation Memmingen auf der A96 einen rumänischen Pkw an.

Bei der anschließenden Kontrolle fanden die Beamten im Kofferraum sechs Jungtiere (fünf Katzen und ein Hund) auf. Auf Befragung gab der 30-jährige Fahrer an, sich auf dem Weg von Rumänien nach Frankreich zu befinden.

Er konnte den kontrollierenden Beamten zwar Heimtierpässe – wie in einer EU-Verordnung gefordert – vorlegen. Diese waren jedoch zum Teil unvollständig ausgefüllt, beziehungsweise wurden als Blankodokumente mitgeführt.

Vier der fünf Katzen waren nicht gechippt. Die vorgeschriebene Tollwutimpfung fehlte für alle Tiere.

Die Katzen waren unter zwölf Wochen alt und damit für eine Tollwutimpfung zu jung. Grundsätzlich dürfen Tiere in der EU erst frühestens drei Wochen nach einer Tollwutimpfung von Land zu Land transportiert werden.

Das Veterinäramt des Landratsamts Unterallgäu ordnete daraufhin eine Sicherheitsleistung von 500 Euro gegen den Fahrer sowie die Unterbringung der Tiere für mind. 21 Tage in der Quarantänestation des Tierheimes Memmingen an.

Der Eigentümer gab daraufhin den Besitz seiner Tiere auf und übertrug diese dem Tierheim Memmingen, um die geschätzten Unterhaltskosten der Quarantäne von 1.800 Euro umgehen zu können.

Die Tiere befanden sich in einem verwahrlosten, aber nicht lebensbedrohlichen Zustand.

Das Bußgeld für die Ordnungswidrigkeit nach dem Tiergesundheitsgesetz in Höhe von 500 Euro musste der Fahrer vor Ort hinterlegen.

(APS Memmingen)

(Symbolfoto: Bayerische Polizei)
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